Qualitätsmanagement

In diesem Wissensgebiet verfolgt der Projektleiter zwei Ziele: Die Qualität der Prozesse zu optimieren, die der Projektarbeit einen stützenden Rahmen geben sowie die Produktqualität sicherstellen, die der Kunde wirklich will und braucht. Da ein Projekt als eine einmalige Aufgabenstellung definiert ist, bestimmt er für jedes Projekt aufs Neue, wie er Produkt- und Prozessqualität realisieren will.

Qualitätsmanagement planen

Projektqualität kann als der Grad definiert werden, zu dem die Projektanforderungen erfüllt werden. Der Projektleiter bestimmt gemeinsam mit dem Kunden, welche Qualitätsziele notwendig sind. Dabei orientiert er sich an existierenden Qualitätsstandards. Falls es notwendig wird, kreiert er Neue. Diese Standards liefern den Ausgangspunkt für seine Planungen. Der Projektleiter berücksichtigt die Balance zwischen den Komponenten des Magischen Dreiecks im Projektmanagement: Inhalt und Umfang des Projektes sowie Kosten und Zeit. Alle Arbeiten, die für das Qualitätsmanagement notwendig sind, fügt er in den Arbeitsstrukturplan ein.

Qualitätssicherung durchführen

Die Qualitätssicherung zielt letztlich auf eine hohe Kundenzufriedenheit. Sie ist damit eine der zentralen Aufgaben des Projektmanagers und seinem Team. Er lässt die Projektqualität regelmäßig messen. Dafür nutzt er die im Planungsprozess definierten Messgrößen. Der professionelle Projektleiter weiß: Der Teufel steckt im Detail. Deshalb identifiziert er ineffiziente und uneffektive Verfahrenweisen. Die Werkzeuge Quality Audits und Prozessanalyse unterstützen ihn bei der Auslese. Falls notwendig, wechselt er die Verfahren gegen diejenigen aus, die dem Projekt wirklich weiter helfen.

Qualität lenken

Zu einem guten und langfristig erfolgreichen Projektmanagement gehört eine strenge Kontrolle der Projektqualität. Das PMBok beschreibt in diesem Prozess sieben grundlegende Qualitätswerkzeuge: Ishikawadiagram (Fischgrätendiagramm), Flowchart, Histogramm, Pareto Chart, Run Chart, Scatter Diagramm und Control Chart.

Höhere Qualität im Projektmanagement mit Hilfe von KVP!

KVP oder auch der Kontinuierliche-Verbesserungs-Prozess beschreibt, wie ein Verfahren innerhalb von kleinen Optimierungen dauerhaft und nachhaltig verbessert wird. Das Ziel ist eine vorteilhaftere Stellung im Hinblick auf die Konkurrenz oder die eigene Position auf dem Markt. Ein großer Vorzug von KVP ist, dass keine umfassenden Neuerungen nötig sind. Änderungen erfolgen in Nuancen, welche sich langfristig und stetig auswirken. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung kann die Qualität von Produkten, des Services und auch von Prozessen gesteigert werden. Projekte jeglicher Art profitieren von diesem Verfahren aus dem Qualitätsmanagement.

Qualitätsaudit – Definition und Durchführung

Ein Qualitätsaudit wird als Abgleich zwischen den eigenen Anforderungen und den tatsächlich erbrachten Leistungen durchgeführt. Es handelt sich um eine unabhängige Untersuchung, welche sich auf Tätigkeiten konzentriert, wo die Qualität gemessen werden kann. Gegenstand eines Qualitätsaudits können die Leistungserstellung, Dienstleistungen, aber auch die Systematik der Arbeit sein.