Wasserfall-Modell

Bei einem Wasserfall handelt es sich um ein strömendes Gewässer, das sich abwärts bewegt. Dieses Bild lässt sich auf den Prozess einer Softwareentwicklung anwenden. Man durchläuft mehrere Phasen, die Entwickler jeweils vollständig beenden müssen, um eine neue zu beginnen. Merken die Softwareingenieure hingegen in einer Planungsphase, dass sie noch nicht alle Aspekte der Vorphase bearbeitet haben, müssen sie dieses umgehend nachholen. Das wird als Rückkopplung bezeichnet – und ist unerwünscht. Auch ein Wasserfall läuft bekanntermaßen nicht zurück. Die Bezeichnung der Phasen gestaltet sich in der Literatur teilweise uneinheitlich. Es lässt sich aber nachstehender Ablauf vornehmen:

  • Initialisierung
    Am Anfang steht meist eine Ausschreibung oder eine Bitte um ein Angebot. Daraus ergeben sich der Zweck des Unterfangens, die Ziele und eine Projektbeschreibung. Die Entwickler schätzen die Kosten ab und übersenden ein Angebot an den Auftraggeber.
  • Systementwurf
    Im Rahmen des Systementwurfs kommt es zu einer schriftlichen Fixierung des Sollzustandes. Dieses muss für Kunde und Auftraggeber gleichermaßen verständlich sein. Nur so lassen sich Missverständnisse vermeiden. Meist legen Softwareingenieure ein Pflichtenheft an und unterschreiben es gemeinsam mit dem Auftraggeber.
  • DV-Entwurf
    Hier werden die Einzelheiten der Anwendung geplant. Als Ergebnis ist ein Bauplan vorhanden. Alle Programmspezifikationen liegen vor.
  • Implementierung
    Unter Implementierung versteht man die Programmierung. Der DV-Entwurf wird in codierter Form auf den Computer gebracht.
  • Test
    Die Phase Test berücksichtigt zwei Komponenten: den Programmtest und den Benutzertest. Dadurch wir einerseits die Konsistenz eines Programms überprüft und andererseits die Verwendbarkeit.

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